Der Verein:
Gründung:
Anlass der Gründung eines solchen Vereins war der Besuch
ehemaliger jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger
im Jahre 1996.
Dieser Besuch erinnerte an die unselige Zeit unserer Stadtgeschichte
während des Nationalsozialismus, besonders tragisch an
die Deportation der Heidelberger Juden in das Konzentrationslager
Gurs im Jahre 1940.
Aus der persönlichen Begegnung mit diesen Überlebenden
des Holocaust ergab sich der Wunsch nach nicht nur auf die
wenigen Tage des Besuches beschränkten Kontakten und
Verbindungen.
Nach ersten Zusammentreffen und Gesprächen mit „ehemaligen
Heidelbergern“ in Tel Aviv und Heidelberg wurde uns
Unterstützung und Sympathie zur Gründung unseres
Förderkreises aufgezeigt.
Die eigentliche Vereinsgründung geschah im zweiten Halbjahr
1999 und wurde den über 120 uns bekannten noch lebenden
früheren jüdischen Bürgern in einem ersten
Informationsbrief mitgeteilt. Die meist schriftliche Resonanz
war überwältigend und auch aus historischer Sicht
beeindruckend.
Aufgabe:
Der Förderkreis hält ständigen Kontakt mit
diesen ehemaligen Mitbürgerinnen und Mitbürgern
durch Rundbriefe, Informationen, individuelle Organisation
von Besuchen in Heidelberg sowie Vorbereitung und Durchführung
von Begegnungen in Heidelberg und Tel Aviv. Auch Bürgerreisen
nach Israel werden von unserem Verein organisiert und durchgeführt.
Unsere Mitglieder pflegen auf Wunsch der ehemaligen jüdischen
Mitbürgerinnen und Mitbürger, auch die Gräber verstorbener
Angehörigen auf dem Heidelberger Bergfriedhof.
Darüber hinaus bietet der Förderkreis in Veranstaltungen,
Vortragsreihen, Projektunterstützungen und Informationen
an Heidelberger Schulen ein notwendiges Spektrum zum Verständnis
der eigenen Geschichte und auf persönlicher Ebene Kenntnis
der nationalsozialistischen Verfolgungsmaßnahmen einschließlich
Deportation und Vernichtung.
Vorstand:
Konrad Müller, Sabine Lehninger, Ingeborg Fatscher,
Miriam Stein
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